Auch nach einer leichten Erkrankung mit COVID-19 leiden viele Patienten nachhaltig unter Kopfschmerzen und Müdigkeit oder Atemnot. Was steckt dahinter?
Die genauen Hintergründe der anhaltenden Beschwerden nach einer COVID Erkrankung sind noch nicht genau bekannt. Der Nachweis, dass die Beschwerden durch die COVID Erkrankung bedingt sind, ist schwierig zu führen. Viele Patienten/Patientinnen fühlen sich nicht ernst genommen.
Herzmuskelentzündung durch COVID?
Eine mögliche Ursache ist eine entzündliche Beteiligung des Herzmuskels – eine so genannte Myokarditis.
Ein MRT des Herzens ist geeignet, eine Herzmuskelentzündung darzustellen. Häufig betrifft das schwere Erkrankungen. Neue Messmethoden (das sogenannte Mapping ) sind besser geeignet als das Standard MRT, um geringe Veränderungen nachzuweisen. Dabei werden die Gewebeeigenschaften nicht nur als Grauwerte (helle und dunkle Bildpunkte) dargestellt. Die Veränderungen im Herzmuskel können als Zahlenwerte erfasst und verglichen werden. Zur besseren Darstellung sind Farbbilder möglich.
Mapping im MRT ohne zusätzliche Belastung
Als Patient merken Sie im MRT nicht, ob ein Mapping durchgeführt wird oder nicht.
Sie liegen genauso ruhig wie beim Standard MRT und folgen den Hinweisen, um im richtigen Moment die Luft anzuhalten. Die Untersuchungsdauer verlängert sich nicht, da das Mapping einen Teil der Standard MRT ersetzen kann.
Auch beim Mapping kann ein Kontrastmittel zusätzliche Informationen liefern. Kontrolluntersuchungen können gegebenenfalls ganz ohne Kontrastmittel auskommen.
Was bedeuten Veränderungen im Mapping ?
Sollten wir im Mapping keine Veränderungen feststellen, ist es unwahrscheinlich, dass Ihr Hermuskel eine ernsthafte Entzündung hat. Sollten wir Veränderungen feststellen, werden Sie das weitere Vorgehen mit Ihrem Kardiologen/Ihrer Kardiologin besprechen. Weitere Untersuchungsergebnisse wie das EKG und ggf. Blutuntersuchungen sind in diesem Zusammenhang wichtig.
Dr. med. Marietta Garmer
Privatpraxis Radiologie
Universitätsstr. 110e
44799 Bochum