INNENZONE und AUSSENZONE der PROSTATA
Die meisten Prostata-Tumoren entstehen in der Außenzone der Prostata.
Hier hat sich die multiparametrische MRT (mpMRT) der Prostata bereits seit Jahren bewährt. Die Tumoren können von erfahrenen Radiologen und Radiologinnen meist gut erkannt werden. Die Probenentnahme ("Biopsie") wird dadurch gezielter und sicherer.
Tumoren in der inneren Zone der Prostata (speziell in der Übergangszone = "Transitionszone") sind schwieriger in der Diagnose.
Die gutartige Prostatavergrößerung führt hier oft zu vielen Knoten, die die Erkennbarkeit von Tumoren erschweren.
PI-RADS SCORE im RADIOLOGISCHEN BEFUND
Der PI-RADS Score ist ein Beurteilungssystem, das eine Wahrscheinlichkeit angibt, ob es sich um einen bösartigen Tumor handelt oder nicht.
Auf einer Skala von 1 (niedrige Wahrscheinlichkeit für einen Tumor) bis 5 (hohe Wahrscheinlichkeit für einen Tumor) werden Veränderungen im radiologischen Befund des mpMRT eingeordnet. Auch die Gabe eines Kontrastmittels kann beim Prostata MRT sinnvoll sein.
NEUE BEURTEILUNGSKRITERIEN in der MANTELZONE
Die Forschungsgruppe um Frau Dr. GARMER hat für die Befundung neue Beurteilungskriterien entwickelt. Sie hat besondere Eigenschaften erkannt, die Tumoren im Kontrastmittel MRT in der inneren Zone haben.
Die Erkennbarkeit für Prostatakrebs im MRT wird so verbessert.
Die Ergebnisse sind aktuell nachzulesen in einer Veröffentlichung in der renommierten Zeitschrift
Abdominal Radiology:
MORPHOLOGIC PERFUSION PATTERNS and PI‑RADSv2.1 in TRANSITION ZONE PROSTATE CANCER
Marietta Garmer, Dietrich Grönemeyer, Thomas van de Loo, Serban Mateiescu, Dörthe Schaffrin‑Nabe, Patrick Haage, Lars Kamper
Abdominal Radiology (2023) 48:3488–3497
Dr. med. Marietta Garmer
Privatpraxis Radiologie
Universitätsstr. 110e
44799 Bochum